Balearen
Die Balearen gehören heute zu den reichsten Regionen Spaniens, was vor allem durch den Wirtschaftsfaktor Tourismus begründet ist. Zweidrittel der Balearischen Bürger sind im Dienstleistungsbereich tätig. Die Besucherzahlen im Balearischen Tourismus haben sich in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt. Heute schätzt man, dass es
rund eine halbe Millionen Wohnungen auf den Balearen gibt. Vom Tourismusboom hat vor allem auch die Bauwirtschaft profitiert. Nach Zeiten des Wachstums im Tourismus und im Immobilienmarkt mussten die Balearen im Jahr 2008/09 erstmals rückläufige Wirtschaftszahlen verkraften. Im krisengeschüttelten spanischen Immobilienmarkt sind aber Ferieninseln wie Mallorca oder Ibiza mit einem blauen Auge davongekommen. In vielen Regionen des spanischen Festlands ist die Immobilienkrise in Spanien viel stärker ausgeprägt. Der spanische Immobilienmarkt ist sehr eigenständig in vielen Segmenten. So haben die Spanier weltweit die höchste Quote an Wohnungen. Auf jeden spanischen Haushalt kommen rund 1,5 Wohnungen. Viele der Wohnungen in Spanien sind nicht vermietet und werden selbst von den Familien genutzt. Als sehr Preisstabil gilt der Immobilienmarkt in Ibiza. Im Immobilienmarkt Mallorca sind in der Krise weniger die hochwertigen Immobilien betroffen, als vielmehr der Wohnungsmarkt bei Ferienappartements. Die Lagen der Immobilien sind selbstverständlich ein wichtiges Kriterium im Immobilienmarkt von Mallorca. Im Tourismus der Balearen spielen vor allem die Ferieninseln Mallorca und die ehemalige Hippie-Insel Ibiza eine zentrale Rolle. Mallorca ist die beliebteste Ferieninsel der Deutschen. Was Mallorca ausmacht ist vor allem die sehr gute touristische Infrastruktur und die kulturelle Vielfalt. Man findet auf Mallorca nicht nur den Massentourismus sondern auch einen Individualtourismus im Hinterland mit traumhaften Fincas und Ferienanlagen. Auf Mallorca finden alle Zielgruppen ihr Urlaubsparadies in einer kurzen Flugzeit.
Vor allem die Insel Ibiza ist in den letzten Jahren wieder stark bei Touristen gefragt. Ibiza war in den 1980er und 1990er Jahren das Ziel vieler Aussteiger und Andersdenkender. Auf der Insel spielt die liberale Haltung zu vielen Lebensmodellen eine wichtige kulturelle Rolle. Ibiza ist natürlich auch eine bekannte Party-Insel der Reichen und Schönen. Etwas ruhiger geht es auf der Insel Menorca zu, die vor allem für Naturliebhaber und Aktive ein Eldorado ist. Im Süden Menorcas gibt es viele schöne weiße Strände und ist der Badetourismus zu Hause. Viele der Hotels und Ferienappartments liegen im Süden Menorcas. Der Süden Menorcas mit den Sandstränden ist vor allem ein Urlaubsparadise für Familien. Den raueren Norden schätzen vor allem die Surfer. Menorca bietet sich auch für ruhige Urlaube im Hinterland in Ferienhäusern an. Die Küche der Balearen ist sehr abwechslungsreich. Auf Menorca wurde zum Beispiel in Mahon die Mayonnaise erfunden.
Die Balearischen Küchen sind vor allem von den Einwanderen sehr beeinflusst worden. Vor allem das heimische Olivenöl oder das Schweinefett spielt in der Zubereitung eine Rolle. Neben frischem Fisch und Meeresfrüchten ist man gerne Schweinfleisch oder Lamm. Viele regionale Früchte und Gemüsesorten fließen in die Gerichte mit ein. Tomaten oder Auberginen werden gerne in den Gerichten verwendet. Auf Mallorca und Menorca ist man auch gerne regionaler Schafskäse, zum Beispiel mit Honig. Auf Mallorca wird zum Beispiel auch Qualitätswein angebaut, zum Beispiel in der Weinregion Binissalem-Mallorca. Es gibt in Mallorca rund 16 Weingüter, die rote und weiße Rebsorten anbauen. Auf den Balearen wird vor allem Mantonegro als rote Rebsorte angebaut. Prensal Blanc wird zum Beispiel auf Mallorca als weiße Rebsorte angebaut.
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