Spanien - Reisen, Leben und Genießen

Qualitätstourismus Mallorca

Mallorca ist die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen. Was Mallorca ausmacht ist die sehr gute touristische Infrastruktur, die kurze Flugzeit und die Vielfalt der touristischen Möglichkeiten. Von Party-Urlaub am Ballerman bis zu ruhigen Ferien auf dem Land kann man in Mallorca alles erleben. Von der

internationalen Wirtschaftskrise 2008/09 wurde auch Mallorca betroffen. Die Besucherzahlen gingen in diesem Zeitraum nach Jahren des dynamischen Wachstums im Massentourismus zurück. Mallorca, wie andere Ferienregionen in Spanien auch, ist auf dem Weg das Preis-/Leistungsverhältnis zu optimieren und neue touristische Angebote zu schaffen. Abseits des günstigen Tourismus an den Stränden von Palma und Arenal will man vor allem den nachhaltigen und hochwertigeren Tourismus auf der Insel fördern. An den Stränden des Massentourismus sollen mittelfristig vor allem hochwertigere Hotels und Ferienanlagen entstehen. Der Ausbau der touristischen Infrastrukturen mit Flaniermeilen und neuen Sterne-Hotels wird Milliarden mittelfristig kosten. Das Reiseerlebnis Mallorca soll in vielerlei Hinsicht noch optimiert werden. Mallorca ist in vielerlei Hinsicht recht gut durch die internationale Wirtschaftskrise gekommen. Bei allen negativen Schlagzeilen aus der Wirtschaft ist Mallorca immer noch als Urlaubsinsel in Deutschland überaus beliebt. Die Rückgänge im Tourismus sind in vielen Regionen der Insel sehr moderat ausgefallen. Moderat zeigten sich auch die Auswirkungen der Krise im Immobilienmarkt Mallorca. Zwar hat sich 2009 die Zahl der Zwangsversteigerungen auf Mallorca verfünffacht, aber viele Immobilien haben ihren Wert annähernd erhalten können. Das gerade der Immobilienmarkt in Spanien eingebrochen ist, hat weniger mit dem realen Wert der Immobilien zu tun, als vielmehr mit dem nationalen Problem, dass die Spanier sehr hoch fremdfinanzieren und auch einen sehr hohen Anteil an selbstgenutzten Immobilienbesitz im europäischen Vergleich haben. Durch die Immobilienkrise sind vor allem Eigentumswohnungen aus früherer Bauzeit in die Krise geraten. Bei Luxusimmobilien auf Mallorca ist die Krise viel heterogener reflektiert. In der heutigen Zeit findet man viele günstige Immobilien auch im gehobenen Immobilienmarkt auf Mallorca. Der Standort und die baulichen Substanzen spielen eine sehr wichtige Rolle.

Langfristig wird sich die aktuelle Immobilienkrise auf Mallorca wieder legen, da das Angebot an Grundstücken und Fincas gerade an den Küsten immer mehr begrenzt wird. Für viele Deutsche ist eine Finka auf Mallorca in schöner Natur immer noch ein Lebenstraum. Immer mehr wird auf Mallorca der nachhaltige Tourismus im Hinterland gefördert. Man setzt vor allem mehr auf den Individualtourismus mit Gästen, die ein hohes soziales Kulturverständnis aufbringen. Wer Immobilien auf Mallorca kaufen möchte, muss nach der Immobilienkrise eine höhere Eigenkapitaldecke den Banken bieten. Gerade 2009/10 ist sicherlich eine gute Zeit für Investoren, die eine hohe Eigenkapitaldecke haben und auf Schnäppchenjagd sind. Durch das spanische Küstenschutzgesetz werden neue Regularien auf die Investoren langfristig zukommen. Beim Kauf einer Finka sollte man unbedingt seriöse Berater vor Ort einschalten. Der Wandel zum Qualitätstourismus auf Mallorca wird vor allem den Finca-Tourismus fördern. Der Begriff Qualitätstourismus ist noch ein sehr junger Tourismusbegriff, der aber gerade in Spanien und Frankreich für neue Strategien in der nachhaltigen Tourismusvermarktung steht. Der Qualitätstourismus ist vor allem auch geprägt durch hochwertigeren Angeboten an Hotels, Ferienhäusern und Appartements sowie einem besseren Service-Verständnis der Dienstleister. Der alternative Tourismus auf Mallorca soll vor allem auch ein ganzjähriger Tourismus mit Natur, Kultur und aktiver Bewegung sein. Das Lokale und Familiäre soll mehr in den Mittelpunkt gestellt werden. Mallorca wird sich gerade im Qualitätstourismus sehr dynamisch entwickeln, da die Insel eine hervorragende Infrastruktur und wenig Kriminalität hat und darüber hinaus traumhafte Naturlandschaften an der Küste und dem Hinterland bietet. Vor allem auch gutbürgerliche Familien mit Kindern sollen von neuen Tourismuskonzepten in Mallorca und anderen Regionen Spanien angezogen werden.

Der Tourismus im ländlichen Raum Mallorcas bietet ökonomische und ökologische Entwicklungsperspektiven. Sehr wichtig sind bei der Entwicklung des ländlichen Tourismus der Erhalt der traditionellen Bausubtanzen und die Förderung der regionalen Landwirtschaft als Tourismusgut. Essen und Trinken mit regionalen Identitäten ist vielen Besuchern immer wichtiger. Ländliche Hotels sind langsam in Urlaubsinseln wie Mallorca im Kommen. Die Gäste können hier aktiv ihren Urlaub mit Wandern, Reiten oder Radfahren verbringen oder auch nur die Seele baumeln lassen in der schönen und ruhigen Natur. Eine Förderung des Tourismus sieht man auf Mallorca auch bei sogenannten Agro-Fincas. Agro-Fincas sind Landgüter, die teils noch landwirtschaftlich betrieben werden. Die Bauern können so mit dem Tourismus Zusatzgeschäfte generieren. Vor allem setzt dieser Agro-Finca-Tourismus neue Akzente bei jüngeren Menschen, die sich hier auch neue Berufsperspektiven in den Regionen schaffen können. Der Trend geht klar Richtung ursprünglichen Fincas, die einem hohen Wohn- und Freizeitkomfort für die Gäste bieten. Die EU ist auf vielen Mittelmeerinseln mit Förderprogrammen in den nachhaltigen ländlichen Tourismus engagiert. Hinter den historischen Fincas steckt natürlich eine Geschichte und kulturelle Identität, die vermehrt in der Vermarktung aufgenommen wird. Man schätzt, dass es heute bereits rund hundert Fincas in Mallorca gibt, die als Agro-Fincas genutzt werden. Das umfangreichste Finca-Angebot auf Mallorca findet man heute in der Region Pollença. Die Region Pollença hat einen recht hohen Anteil an ausländischen Einwohnern, allerdings sind die Deutschen mit rund 2,5 Prozent noch unterrepräsentiert.

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